LaFerrari

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Nahtlose Integration des HY-KERS-Systems

Atemberaubende Leistung und höchste Effizienz

Der LaFerrari ist das bisher ehrgeizigste Projekt von Ferrari, das die technischen Möglichkeiten bei Fahrzeugen mit Straßenzulassung noch weiter ausreizt und die technischen Kompetenzen des Unternehmens in beiden Bereichen, Gran Turismo und Formel 1, aufs Beste demonstriert. Das neue Modell erbringt die beste jemals von einem Ferrari Serienfahrzeug erzielte Leistung und ist mit fortschrittlichsten und innovativsten technischen Lösungen ausgestattet, die in Zukunft auch in die übrige Ferrari-Reihe Eingang finden werden. Auch diesmal wird nur eine limitierte Anzahl von 499 Fahrzeugen hergestellt. Damit bleibt Ferrari seiner lange gehegten Tradition treu, Fahrzeuge mit kompromissloser Leistung für einen kleinen Kreis höchst anspruchsvoller Kunden zu bauen.

Antriebsstrang

Powertrain - 2 beating hearts

Der LaFerrari ist das erste Fahrzeug mit Hybrid-Technologie aus Maranello. Der 6262-ccm-V12-Motor erreicht 800 PS und der Elektromotor weitere 120 kW (163 PS). Insgesamt beträgt die Systemleistung also über 960 PS. Eine bedeutende technische Neuerung, das HY-KERS-System, macht den LaFerrari zum leistungsstärksten und effizientesten Ferrari, der jemals gebaut wurde. Dank der Erfahrung von Ferrari mit dem KERS-System in der Formel 1, das für den Einsatz in Straßenfahrzeugen weiterentwickelt wurde, ist die maximale Integration von V12- und Elektromotor gewährleistet. Herausragende Leistung und maximale Effizienz werden so auf einen Nenner gebracht. Die hohen Drehmomente bei niedrigen Drehzahlen durch Einsatz des Elektromotors erlaubten es den Ingenieuren, die Leistung der Verbrennungsmotor bei hohen Drehzahlen zu optimieren und so über den gesamten Drehzahlbereich hinweg konstant extrem hohe Leistung zu erzeugen mit einem maximalen Drehmoment von mehr als 900 Nm.

Combustion engine + electric motor for exceptional performance

Diese Lösung hat nicht zu einer Ausdehnung der Fahrzeugmaße oder der Spurweite, sondern zu einer Absenkung des Schwerpunkts geführt. Das F1-Doppelkupplungsgetriebe ist mit dem Elektromotor und einem ebenfalls elektrischen Zusatzmotor gekoppelt, der die traditionelle Lichtmaschine ersetzt. So werden das Gewicht und die Gesamtmaße der Getriebeeinheit verringert. Zudem wurde die HY-KERS-Lösung von Anfang an flexibel und baukastenartig angelegt, um Spielraum für die Anpassung an andere Modelle der Produktreihe zu schaffen.

The power of 40 traditional batteries weight only 60 kg

Der Elektromotor bedient sich einer Technologie, die eine hohe spezifische Leistungsdichte erzielt. Dadurch konnten die Ingenieure das Gewicht und das Volumen im Verhältnis zum verfügbaren Drehmoment drastisch reduzieren. Das Ergebnis sind Leistungswerte, die mit der gleichen Drehzahldichte und Effizienz (94 %) bzw. einer sehr geringen Verlustleistung denen des F1-Rennwagens nahekommen. Die Größe der Batterie war für die Optimierung des Gewicht-Leistungs-Verhältnisses des HY-KERS-Systems und die gewünschte Senkung des Kraftstoffverbrauchs von entscheidender Bedeutung. Die Lösung war ein hochkomplexes System bestehend aus 120 Zellen, die in acht Modulen mit je 15 Zellen zusammengefasst sind. Die Leistung entspricht der von 40 herkömmlichen Batterien, während das Gewicht jedoch nur bei 60 kg liegt. Die Hochvoltbatterien werden intern von der Ferrari Racing-Abteilung gebaut. Die Batterien laden sich auf unterschiedliche Weise auf: zum einen beim Bremsen (auch bei scharfen Bremsmanövern mit aktiviertem ABS, z. B. beim Fahren auf einer Rennstrecke) und zum anderen jedes Mal, wenn der V12-Motor ein höheres Drehmoment erzeugt als erforderlich, z. B. bei Kurvenfahrten. Im letzten Fall wird das überschüssige Drehmoment nicht an die Räder geleitet, sondern in Energie umgewandelt und in den Batterien gespeichert.

Das HY-KERS-System wird über einen Hybrid-Antrieb versorgt. Dieser steuert die Energiezufuhr aus dem V12- und dem Elektromotor über zwei Inverter und zwei Gleichspannungswandler. Die frequenzvariable Steuerung sorgt für eine schnelle und präzise Bereitstellung des Drehmoments. Dieser technische Ansatz ermöglichte es den Ingenieuren von Ferrari, die Leistung zu maximieren und zugleich den Kraftstoffverbrauch zu senken. Der CO2-Ausstoß wurde ohne alleinigen Rückgriff auf einen Elektroantrieb, was der Zielsetzung bei diesem Modell nicht gerecht worden wäre, auf 330 g/km gesenkt. Das HY-KERS-System soll jedoch zukünftig ermöglichen, dass ein Fahrzeug mit Hilfe von elektrischer Energie mehrere Kilometer weit fahren kann. Bei Tests in der Entwicklungsphase erreichte die vollelektrische Version des LaFerrari einen CO2-Ausstoß (kombiniert) von nur 220 g/km.

Der V12-MOTOR

The 6262 cc V12 produce 800 CV and 9250 rpm

High volume intake plenum

Der 6262 ccm V12 ist der leistungsstärkste Saugmotor, den Ferrari jemals in einem Fahrzeug mit Straßenzulassung verbaut hat. Er erzeugt eine maximale Leistung von 800 PS und erreicht sein Drehzahllimit bei 9.250 Umdrehungen pro Minute. Neben dieser extrem hohen Leistungsfähigkeit und dem erstklassigem Fahrvergnügen sorgt der Motor auch für den unverwechselbaren Ferrari V-12 Sound. Diese beispiellosen Ergebnisse wurden dank akribischer Arbeit in drei Bereichen möglich: volumetrische Effizienz, mechanische Effizienz und Verbrennungseffizienz. Um die volumetrische Effizienz zu steigern, kommen beim LaFerrari kontinuierlich variable Ansaugrohre zum Einsatz – eine der Kern-Motortechnologien der Formel 1, bis die Verwendung infolge von Regeländerungen untersagt wurde. Da die Länge der Einlassrohre je nach Motordrehzahl variiert, werden Drehmoment- und Leistungskurven über den gesamten Drehzahlbereich hinweg optimiert, um die Leistung an die Drehmomentabgabe des Elektromotors anzupassen.

High efficient intake air system

Das vom V12- und Elektromotor generierte Gesamt-Drehmoment beträgt mehr als 900 Nm, wobei das aktuelle Drehmoment des Elektromotors bei geringeren Drehzahlen genutzt wird und die Leistung und das Drehmoment des V12-Motors in höheren Drehzahlbereichen optimiert werden. Das Spitzendrehmoment des V12 liegt bei 700 Nm und wird bei 6.750 U/min erreicht. Zusätzlich wurde das gesamte Ansaugsystem – von den dynamischen Lufteinlässen über den hinteren Radkästen bis zum Ansaugplenum – so gestaltet, dass der Wirkungsgrad des Ansaugvolumens optimiert wird. Der Motor weist außerdem ein besonders hohes Verdichtungsverhältnis von 13,5:1 auf, was die Effizienz der Brennkammer erhöht.

New crankshaft reduce masses

Zur Verbesserung der mechanischen Effizienz wurden mehrere Komponenten verändert. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist die Kurbelwelle, die leichter gestaltet wurde und neue aerodynamisch effizientere Gegengewichte enthält, um Pumpverluste zu reduzieren. Das Design der Kurbelwelle verringert außerdem die Masse rund um die Rotationsachse, wodurch das Gesamtgewicht um rund 19 Prozent gesenkt wird.

Special unmistakable Ferrari V12 soundtrack

Nicht zuletzt zählt der klassische Motorsound zu den charakteristischen Merkmalen des LaFerrari. Insbesondere dem Tuning des Abgassystems ist es zu verdanken, dass der LaFerrari den unverwechselbaren Ferrari V12-Sound hat. Die gleich lang ausgelegten Rohre der 6-in-1-Abgasanlage wurden wie in der Formel 1 hydrogeformt und mit Inconel legiert, um das Gesamtgewicht niedrig zu halten mit dem zusätzlichen Vorteil, dass das System eine sehr hohe Temperaturbeständigkeit erhält.